Altersvorsorge mit 40 und 50
Noch ist genug Zeit: Wie du in der Lebensmitte deine Rentenlücke ermittelst und gezielt gegensteuerst.
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Stand: 31.05.2026
Standortbestimmung in der Lebensmitte
Mit 40 oder 50 stehen Einkommen und Ausgaben oft auf dem Höhepunkt – und der Ruhestand rückt in Sichtweite. Jetzt lohnt sich eine ehrliche Bestandsaufnahme: Wie viel wirst du im Alter brauchen, und wie viel ist bereits abgesichert?
Schritt 1: Die gesetzliche Rente einschätzen
Wirf zuerst einen Blick auf deine voraussichtliche gesetzliche Rente. Eine erste Schätzung liefert der Rechner zur gesetzlichen Rente; die Details deiner Entgeltpunkte stehen in deiner jährlichen Renteninformation. Hintergründe dazu im Ratgeber Die gesetzliche Rente verstehen.
Schritt 2: Die Rentenlücke berechnen
Die Rentenlücke ist die Differenz zwischen deinem gewünschten Einkommen im Ruhestand und dem, was gesetzliche und betriebliche Rente abdecken. Mit dem Rentenrechner siehst du, welches Vermögen du bis zum Renteneintritt aufbauen müsstest und welche Sparrate dafür nötig ist.
Auch mit 50 bleiben oft noch 15 bis 17 Jahre Anlagehorizont – genug, damit regelmäßiges Investieren spürbar wirkt.
Schritt 3: Gezielt gegensteuern
- Sparrate erhöhen: Steigende Gehälter und auslaufende Ausgaben (z. B. abbezahlte Kredite) schaffen Spielraum.
- Drei Säulen prüfen: Nutzt du gesetzliche, betriebliche und private Vorsorge optimal? Siehe Die drei Säulen der Altersvorsorge.
- Risiko bewusst steuern: Mit kürzerem Horizont gewinnt die schrittweise Absicherung an Bedeutung – ohne zu früh ganz auf Rendite zu verzichten.
Inflation nicht vergessen
Bis zum Ruhestand zehrt die Inflation an der Kaufkraft. Plane deine Zielsumme deshalb in heutiger Kaufkraft und prüfe den Effekt im Inflationsrechner.
Dieser Artikel dient deiner Information und Bildung – er ersetzt keine individuelle Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung. Welche Entscheidungen zu dir passen, hängt von deiner persönlichen Situation ab. Im Zweifel hilft dir eine unabhängige Beratung weiter.