Den Notgroschen aufbauen
Warum jede Finanzplanung mit einer Reserve beginnt, wie hoch sie sein sollte und wo du sie am besten parkst.
1 Min. Lesezeit
Stand: 31.05.2026
Warum der Notgroschen zuerst kommt
Bevor du auch nur einen Euro investierst, gehört eine finanzielle Reserve aufgebaut – der Notgroschen. Er fängt unerwartete Ausgaben ab: eine kaputte Waschmaschine, eine Autoreparatur oder den Verdienstausfall nach einem Jobverlust. Ohne Reserve müsstest du im Ernstfall Investments zum womöglich schlechtesten Zeitpunkt verkaufen oder teure Kredite aufnehmen.
Der Notgroschen ist keine Geldanlage, sondern eine Versicherung gegen das Leben. Seine Aufgabe ist Verfügbarkeit, nicht Rendite.
Wie hoch sollte er sein?
Als Faustregel gelten drei bis sechs Monatsausgaben. Entscheidend sind dabei deine tatsächlichen Ausgaben, nicht dein Einkommen.
- Drei Monate reichen oft für Angestellte mit sicherem Job und ohne Angehörige.
- Sechs Monate oder mehr sind sinnvoll für Selbstständige, Alleinverdiener oder Familien.
Wo parkst du ihn?
Der Notgroschen muss jederzeit verfügbar und wertstabil sein. Geeignet ist ein Tagesgeldkonto – getrennt vom Girokonto, damit du nicht in Versuchung gerätst. Nicht geeignet sind Aktien, ETFs oder langfristig gebundenes Festgeld: Sie schwanken im Wert oder sind nicht schnell verfügbar.
Dass Tagesgeld real leicht an Kaufkraft verliert, ist hier bewusst in Kauf genommen – Sicherheit geht vor Rendite. Wie stark Inflation wirkt, zeigt dir der Inflationsrechner.
Und danach?
Steht der Notgroschen, kannst du dich dem langfristigen Vermögensaufbau widmen. Wann sich der Schritt vom Sparen zum Investieren lohnt, liest du im Ratgeber Sparen oder Investieren?.
Dieser Artikel dient deiner Information und Bildung – er ersetzt keine individuelle Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung. Welche Entscheidungen zu dir passen, hängt von deiner persönlichen Situation ab. Im Zweifel hilft dir eine unabhängige Beratung weiter.